
1. Selbstführung
Lernwoche 1
Schwerpunkt: Themenwelt 1 – Selbstführung
Modell der Woche: Drei Säulen der Selbstführung – Selbstwahrnehmung + Selbstregulation + Selbstverantwortung
Für die Abfrage des Lernerfolgs (12 Fragen, immer nach 4 Lernwochen) sind nur die Informationen aus den Grundeinheiten ausreichend.
Was dich in dieser Lernwoche erwartet
Das Thema in einem Satz
Wer andere führen will, muss sich selbst führen können – diese Woche zeigt dir, wie du bewusst handelst, statt automatisch zu reagieren.
Was du am Ende der Woche kannst
- Du kannst die drei Säulen der Selbstführung erklären und auf dich anwenden.
- Du kannst in Drucksituationen mit der STOP-Methode bewusst statt reaktiv antworten.
- Du kannst mit dem Werte-Realitäts-Check prüfen, ob du deine Werte wirklich lebst.
- Du kannst deine Emotionen benennen, statt sie zu unterdrücken.
- Du hast eine kurze tägliche Reflexionsroutine für dich festgelegt.
Future Skills dieser Woche
- Kritisches Denken: Du prüfst Annahmen, bevor du entscheidest, und machst deine Begründung für andere nachvollziehbar.
- Selbstkompetenz: Du steuerst dich selbst, bevor du andere führst, und kennst deine Muster unter Druck.
Future Skills nach dem Framework des Stifterverbands (Future Skills 2030).
Selbstführung: Warum gute Führung bei dir selbst beginnt
Mit dieser Lernwoche beginnt dein Weg durch EPIC Leadership, und er beginnt bewusst bei dir. Die Themenwelt Selbstführung führt dich von der Selbsterkenntnis über Selbststeuerung und emotionale Kompetenz bis zu Fokus und Resilienz. Diese Woche legt das Fundament: Du lernst, bewusst zu handeln, statt automatisch zu reagieren.
Das Modell: Drei Säulen der Selbstführung
Im Video hast du die drei Säulen kennengelernt. Jede beantwortet eine eigene Frage.
- Selbstwahrnehmung: Wie sehe ich mich, und wie sehen mich andere? Es geht darum, die Lücke zwischen Selbstbild und Fremdbild zu erkennen und zu schließen.
- Selbstregulation: Wer steuert wen? Du nimmst Wut, Ungeduld oder Angst wahr, handelst aber nicht automatisch aus ihnen heraus.
- Selbstverantwortung: Wo übernehme ich Verantwortung, wo schiebe ich sie ab? Nicht „Du hast mich wütend gemacht“, sondern „Ich bin wütend geworden und entscheide, was ich damit tue“.
Die Reihenfolge hat eine Logik: Was du nicht wahrnimmst, kannst du nicht steuern, und was du nicht steuerst, kannst du nicht verantworten.
Das Modell ist eine didaktische Verdichtung etablierter Konzepte. Dieter Frey, Janna Hämpke und Julia Weinstabl beschreiben in ihrem Modell der zehn Säulen der Selbstführung unter anderem Selbstkenntnis, Selbstverantwortung und Selbstregulation (Liz Mohn Stiftung, 2026). Selbstwahrnehmung und Selbstregulation sind außerdem Bausteine emotionaler Intelligenz, wie Daniel Goleman sie 1998 für Führungskräfte beschrieben hat. Die drei Säulen bündeln das für den Führungsalltag. Ein eigenes Forschungsmodell sind sie nicht.
Vertiefung: Der blinde Fleck
Ergänzend zum Video hilft ein bekanntes Modell zu verstehen, warum die erste Säule so anspruchsvoll ist. Das Johari-Fenster von Joseph Luft und Harry Ingham (1955) teilt das, was über eine Person bekannt ist, in vier Felder: den öffentlichen Bereich (dir und anderen bekannt), den blinden Fleck (anderen bekannt, dir nicht), den verborgenen Bereich (dir bekannt, anderen nicht) und das Unbekannte.
Für Führung ist der blinde Fleck das wichtigste Feld. Dort liegt zum Beispiel, dass du in Besprechungen ständig unterbrichst, obwohl du dich für einen guten Zuhörer hältst. Feedback verkleinert den blinden Fleck, Offenheit verkleinert den verborgenen Bereich.
Die Organisationspsychologin Tasha Eurich hat dazu ein ernüchterndes Ergebnis veröffentlicht: In ihren Studien erfüllten nur 10 bis 15 Prozent der Befragten die Kriterien echter Selbstwahrnehmung (Eurich 2018, Harvard Business Review). Sie unterscheidet zwei Seiten. Die innere Selbstwahrnehmung betrifft deine Werte, Gefühle und Muster, die äußere das Wissen darüber, wie andere dich erleben. Beide hängen kaum zusammen. Du kannst dich also gut kennen und trotzdem falsch einschätzen, wie du wirkst.
Einordnung: Was Selbstführung nicht ist
Zwei Missverständnisse begegnen dir häufig. Das erste: Selbstführung sei Selbstoptimierung, also jeden Tag ein Stück produktiver zu funktionieren. Gemeint ist etwas anderes, nämlich bei dir zu bleiben, auch wenn es stressig, chaotisch oder unangenehm wird. Das zweite: Selbstregulation bedeute, keine Gefühle zu zeigen. Auch das stimmt nicht. Emotionen sind immer da. Entscheidend ist, ob du sie wahrnimmst und bewusst mit ihnen umgehst oder ob sie dein Handeln bestimmen.
Warum das für dein Team zählt: Ohne Selbstführung gibt es keine Teamführung. Gerade wenn Druck entsteht, sieht dein Team, ob du bei dir bleibst oder im Chaos mitgehst. Kommunikation, Delegation und Vertrauen bauen auf diesem Fundament auf.
Dein nächster Schritt
Nimm dir noch heute fünf Minuten:
- Notiere zwei Situationen der letzten Woche, in denen du automatisch reagiert hast.
- Schreib zu jeder Säule einen Satz: Wo stehst du heute?
- Überlege, welche zwei Menschen dir ehrlich sagen würden, wie sie dich erleben.
In Lerneinheit 2 bekommst du zwei Werkzeuge, mit denen du die Säulen im Führungsalltag anwendest.
Vom Modell zur Umsetzung: zwei Werkzeuge für Druck und Werte
Die drei Säulen zeigen dir, worauf es ankommt. Im Alltag brauchst du aber Werkzeuge, die auch unter Zeitdruck funktionieren. Das Video hat dir zwei vorgestellt.
Die Werkzeuge der Woche
Die STOP-Methode hilft dir, wenn dich eine Situation unter Druck setzt:
- S – Stopp: Halte inne. Sag nichts, tu nichts, etwa drei Sekunden lang.
- T – Tief atmen: Atme ruhig durch. Ergänzend zum Video: Genau genommen stoppt ein einzelner Atemzug die Stressreaktion nicht. Ruhiges Atmen mit langer Ausatmung hilft deinem Körper aber, sie herunterzufahren.
- O – Optionen prüfen: Frag dich, was du in dieser Situation erreichen willst.
- P – Planvoll handeln: Ergänzend zum Video: Genau genommen steht das P für „Planvoll handeln“: Du handelst erst, wenn du dein Ziel kennst.
Die Methode ist eine Abwandlung einer bekannten Achtsamkeitsübung, die im Englischen „Stop, Take a breath, Observe, Proceed“ heißt. Die EPIC-Fassung ersetzt das Beobachten durch das Prüfen deiner Optionen.
Der persönliche Werte-Realitäts-Check zeigt dir, ob du lebst, was du sagst:
- Schreib drei Werte auf, die dir in der Führung wichtig sind.
- Prüfe ehrlich, ob du diese Woche nach ihnen gehandelt hast oder dagegen.
- Frag dein Team, welche drei Werte es in deiner Führung erlebt.
Ergänzend zum Video: Genau genommen ist mit der „Feedback-Regel“ im Fazit der Werte-Realitäts-Check gemeint, vor allem Schritt 3: dein Team fragen, nach welchen Werten du führst. Fachlich steckt dahinter die Unterscheidung zwischen bekundeten und gelebten Werten, die Chris Argyris und Donald Schön (1974) beschrieben haben.
Praxisfall: Vertrauen sagen, Kontrolle zeigen
Sandra leitet ein Team von acht Personen. In ihrer Werteliste steht an erster Stelle „Vertrauen“. Beim Check fällt ihr auf: Sie hat diese Woche drei Mails ihres Teams vor dem Versand gelesen und eine delegierte Analyse nach einer Stunde nachgefragt. Im nächsten Teammeeting fragt sie, welche Werte das Team in ihrer Führung erlebt. Die erste Antwort lautet „Gründlichkeit“, die zweite „Kontrolle“.
Sandra entscheidet sich für einen Versuch. Sie übergibt die nächste Analyse mit klarem Ziel und Termin und sagt: „Ich vertraue dir. Melde dich, wenn du Unterstützung brauchst.“ Einen Zwischenstand vereinbaren die beiden zu Beginn, danach hält Sandra sich heraus. Ergänzend zum Video: Genau genommen geht es um spontane Kontrollen. Zwischenstände, die ihr vorher vereinbart, sind kein Misstrauen, sondern Teil guter Delegation.
Nach drei Wochen fragt sie erneut nach. Das Ergebnis der Analyse ist gut, und im Team fällt zum ersten Mal das Wort „Freiraum“.
Wo es in der Praxis hakt
Beide Werkzeuge scheitern selten am Wissen, sondern am Moment. Die STOP-Methode fällt dir genau dann nicht ein, wenn dein Puls steigt. Deshalb hilft es, sie vorher an kleinen Ärgernissen zu üben, etwa bei einer unhöflichen Mail. Beim Werte-Realitäts-Check ist Schritt 3 die Hürde. Viele bleiben bei der Selbstprüfung stehen, weil die Frage an das Team unangenehm ist. Gerade dieser Schritt zeigt dir aber, was ankommt. Und wenn du wie Sandra loslassen willst: Beginne mit einer Aufgabe, bei der ein Fehler verkraftbar ist. So lernt ihr beide, dem neuen Freiraum zu trauen.
Dein nächster Schritt
Wähle genau eine Maßnahme für diese Woche:
- eine Situation bestimmen, in der du oft reaktiv bist, und dort die STOP-Methode bewusst einsetzen
- deine drei Werte aufschreiben und ehrlich prüfen
- deinem Team die Frage nach deinen gelebten Werten stellen
In Lerneinheit 3 siehst du, welche drei Fehler Selbstführung am häufigsten ausbremsen und welche Quickwins dagegen helfen.
Drei Selbstführungs-Fallen und was du sofort dagegen tun kannst
Wissen allein verändert kein Verhalten. Auch erfahrene Führungskräfte tappen immer wieder in dieselben Fallen. Das Video hat dir drei davon gezeigt, jeweils mit einem Quickwin.
„Ich kenne mich gut genug“
Das Problem
Du weißt, wie du wirkst, glaubst du. Du hältst dich für offen, aber dein Team traut sich nicht, ehrlich zu antworten. Das ist die Selbstbild-Illusion. Ergänzend zum Video: Genau genommen sehen wir uns oft, nicht immer, anders, als andere uns erleben. Und die Forschung zeigt vor allem, dass Erfahrung und eine höhere Position den Blick auf sich selbst trüben, weil ehrliches Feedback seltener wird. Je weiter oben du stehst, desto mehr musst du also aktiv nachfragen.
Der Quickwin
Hol dir einmal im Monat ehrliches Feedback von zwei bis drei Personen. Frag nicht „Läuft doch gut, oder?“, sondern „Was sollte ich als Führungskraft anders machen? Wo erlebt ihr mich anders, als ich mich sehe?“ Dann hör nur zu: nicht rechtfertigen, nicht erklären. Plane dafür je Gespräch 15 Minuten ein.
„Emotionen haben hier nichts verloren“
Das Problem
Du glaubst, als Führungskraft müsstest du immer kontrolliert und emotionslos wirken. Also schluckst du Ärger und Enttäuschung herunter. Ergänzend zum Video: Genau genommen ist die „Explosion“ ein Bild. Gut belegt ist: Wer Gefühle unterdrückt, fühlt sie trotzdem, verbraucht dafür Kraft und wirkt auf andere distanzierter (Gross 2002; Gross & John 2003). Selbstregulation heißt deshalb nicht unterdrücken, sondern wahrnehmen und bewusst damit umgehen.
Der Quickwin
Benenne deine Emotion, bevor du handelst. Zum Beispiel: „Ich bin gerade wütend. Ich brauche fünf Minuten, dann reden wir weiter.“ Das Benennen eines Gefühls kann die emotionale Reaktion dämpfen; die Forschung spricht von Affect Labeling (Lieberman et al. 2007). Du bleibst menschlich und zugleich handlungsfähig.
„Ich habe keine Zeit für Reflexion“
Das Problem
Dein Kalender ist voll, du gehst von Termin zu Termin. Abends fragst du dich, was eigentlich passiert ist, und wunderst dich, warum dir dieselben Fehler immer wieder unterlaufen. Ohne Reflexion siehst du deine Muster nicht. Du läufst im Autopiloten, und genau das ist das Gegenteil von Selbstführung. Das Video bringt es auf den Punkt: Du hast keine Zeit, nicht zu reflektieren. Denn jede unbemerkte Wiederholung eines Fehlers kostet dich am Ende mehr Zeit als ein kurzer Blick zurück.
Der Quickwin
Nimm dir fünf Minuten am Ende des Tages und beantworte drei Fragen: Was ist heute gut gelaufen? Was ist nicht gut gelaufen? Was mache ich morgen anders? Das geht im Auto, unter der Dusche oder vor dem Schlafen. In einer Studie verbesserten Beschäftigte, die am Ende des Arbeitstags kurz über das Gelernte reflektierten, ihre Leistung (Di Stefano, Gino, Pisano & Staats 2014). Die fünf Minuten sind eine Empfehlung, kein Studienwert.
Warum sich diese Muster halten
Alle drei Fallen haben eine gemeinsame Wurzel: Sie fühlen sich im Moment vernünftig an. Wer sich gut zu kennen glaubt, erspart sich unangenehme Rückmeldungen. Wer Gefühle wegdrückt, wirkt kurzfristig souverän. Wer keine Zeit für Reflexion nimmt, fühlt sich produktiv. Den Preis zahlst du erst später.
Dein nächster Schritt
Such dir genau einen der drei Quickwins aus, nicht alle auf einmal. Leg fest, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit du startest, und trag den Termin in deinen Kalender ein. Selbstführung ist kein Projekt, sondern eine tägliche Entscheidung.
Zusammenfassung Lernwoche 1
Kernbotschaft
Du kannst nur führen, was du selbst beherrschst. Selbstführung heißt, bewusst zu handeln, statt automatisch zu reagieren, auch wenn es stressig wird. Sie ist kein Selbstoptimierungsprogramm, sondern die Grundlage für alles, was du als Führungskraft tust.
Das Modell der Woche
Drei Säulen der Selbstführung: Selbstwahrnehmung, Selbstregulation, Selbstverantwortung (didaktische Verdichtung, u. a. nach Frey u. a. 2026 und Goleman 1998).
Praxiswerkzeuge
- STOP-Methode: Stopp, Tief atmen, Optionen prüfen, Planvoll handeln.
- Persönlicher Werte-Realitäts-Check: drei Werte notieren, eigenes Handeln prüfen, Team fragen.
Die häufigsten Fehler und ihre Quickwins
- „Ich kenne mich gut genug“ → monatlich Feedback von zwei bis drei Personen einholen und nur zuhören.
- „Emotionen haben hier nichts verloren“ → die eigene Emotion benennen, bevor du handelst.
- „Ich habe keine Zeit für Reflexion“ → fünf Minuten am Tagesende mit drei Fragen.
Dein Start
Wähle einen Quickwin und starte morgen. Halte ihn vier Wochen durch, bevor du den nächsten dazunimmst. Selbstführung ist kein Projekt, sondern eine tägliche Entscheidung.
Handout zur Lernwoche
Die Kernaussagen der Lerneinheiten 1 bis 3 auf einer Seite – zum Ausdrucken und als Begleiter durch die Woche.
Zum Vertiefen
Optional. Diese Einheiten zählen nicht zum Abschluss der Lektion.
Reflexionsübung: „Die Werte-Klärungs-Matrix: Dein Kompass für authentische Führung"
Mein Werte-Kompass: Gesagte und gelebte Werte zur Deckung bringen
Du kennst jetzt die drei Säulen der Selbstführung, die STOP-Methode, den persönlichen Werte-Realitäts-Check und drei Quickwins. Eine Frage ist noch offen, und sie ist persönlicher als alle anderen: Nach welchen Werten führst du tatsächlich, und wie weit liegt das von dem entfernt, was du darüber sagst? Diese Lerneinheit hilft dir, die Frage ehrlich zu beantworten.
Warum das schwer ist
Fast jede Führungskraft kann ihre Werte benennen. Vertrauen, Offenheit, Fairness, Verlässlichkeit. Schwierig wird es an einer anderen Stelle: Du beurteilst dich selbst vor allem nach deinen Absichten. Dein Team erlebt dagegen nur dein Verhalten.
Wenn du nach einer Stunde fragst, wie weit eine delegierte Aufgabe ist, weißt du, dass du helfen wolltest. Dein Team sieht eine Kontrolle. Beides ist für sich genommen stimmig, und genau deshalb bemerkst du die Lücke nicht.
Chris Argyris und Donald Schön haben diesen Unterschied schon 1974 beschrieben. Sie trennten die bekundete Theorie, also das, was Menschen über ihr Handeln sagen, von der Theorie, nach der sie tatsächlich handeln. Beides weicht oft voneinander ab, ohne dass es den Betroffenen auffällt.
Dazu kommt der Alltag. Unter Zeitdruck und Stress greifst du auf gewohnte Muster zurück. Werte, die du in ruhigen Momenten formulierst, geraten dann leicht aus dem Blick. Deshalb reicht es nicht, Werte einmal aufzuschreiben. Du musst sie immer wieder mit deinem Verhalten abgleichen, am besten mit Hilfe der Menschen, die dein Verhalten täglich erleben.
Was diese Übung leistet
Die Übung „Mein Werte-Kompass“ macht diesen Abgleich konkret. Sie richtet deinen Blick nicht auf das, was du meinst, sondern auf Situationen, die tatsächlich stattgefunden haben.
Sie macht drei Dinge sichtbar:
- welcher deiner Werte im Alltag bereits trägt
- bei welchem Wert die Lücke zwischen Anspruch und Verhalten am größten ist
- welche der drei Säulen dir dabei am meisten Arbeit abverlangt
Der zweite Punkt ist der wichtigste. Eine Lücke ist kein Versagen, sondern der Ausgangspunkt für Entwicklung. Wer sie kennt, kann gezielt an ihr arbeiten, statt sich allgemein vorzunehmen, „mehr nach seinen Werten zu handeln“.
Das Ergebnis ist keine allgemeine Einsicht, sondern eine Frage an dein Team mit Termin und ein Quickwin, mit dem du die größte Lücke angehst.
Arbeitsblatt zur Übung
Druck dir das Arbeitsblatt vor der Übung aus und halte einen Stift bereit.
Anleitung zur Übung
Du brauchst:
- das Arbeitsblatt zu dieser Lerneinheit, ausgedruckt
- einen Stift
- deinen Kalender der letzten Woche, um dich an konkrete Situationen zu erinnern
- zehn Minuten ohne Unterbrechung
Zur Zeit: Nimm dir die zehn Minuten wirklich am Stück. Zwischen zwei Terminen gelingt der ehrliche Blick zurück selten.
Zur Ehrlichkeit: Niemand außer dir sieht diese Antworten. Du musst dir nichts beweisen. Der Nutzen entsteht nur, wenn du auch die Situationen aufschreibst, in denen du gegen deine Werte gehandelt hast.
Zur Konkretheit: Schreib Situationen auf, keine Eigenschaften. Nicht „Ich bin meistens fair“, sondern „Am Dienstag habe ich im Meeting Tom unterbrochen, obwohl er recht hatte“.
Der Kern der Übung folgt dem persönlichen Werte-Realitäts-Check aus Lerneinheit 2. Du schreibst deine drei wichtigsten Führungswerte auf. Für jeden Wert suchst du eine Situation der letzten Woche, in der du danach gehandelt hast, und eine, in der du dagegen gehandelt hast. Danach schätzt du dich entlang der drei Säulen ein. Diese Einschätzung zeigt dir, woher eine Lücke kommt: aus fehlender Wahrnehmung, aus Impulsen unter Druck oder daraus, dass du die Verantwortung bei anderen suchst. Zum Schluss formulierst du die Frage, mit der du dein Team nach deinen gelebten Werten fragst, legst fest, wann du sie stellst, und wählst einen der drei Quickwins.
Fällt dir zu einem Wert keine Situation ein, in der du dagegen gehandelt hast, ist das kein gutes Zeichen, sondern ein Hinweis auf den blinden Fleck aus Lerneinheit 1. Dann ist dieser Wert ein guter Kandidat für die Frage an dein Team.
Was du danach hast
- deine drei Führungswerte, jeweils mit einer echten Situation dafür und dagegen
- eine ehrliche Einschätzung entlang der drei Säulen der Selbstführung
- eine Frage an dein Team mit festem Termin
- einen Quickwin, mit dem du die größte Lücke angehst
Vor allem aber hast du einen ehrlichen Ausgangspunkt. Wenn du die Übung in einigen Monaten wiederholst, siehst du, was sich verändert hat.
Nach der Übung: Dein nächster Schritt
Am Ende des Arbeitsblatts steht ein Commitment: eine Maßnahme, ein Datum.
Trag den Termin sofort in deinen Kalender ein, bevor du das Blatt weglegst. Das gilt für beides, für deinen Quickwin und für die Frage an dein Team. Ein guter Ort für die Frage ist ein Teammeeting, in dem ohnehin Zeit für Rückblick ist.
Zur Vorbereitung: Überlege dir, wie du die Antworten deines Teams aufnehmen willst. Hilfreich ist, die Frage vorher anzukündigen und zu sagen, warum sie dir wichtig ist. Und nimm dir vor, nur zuzuhören, so wie im ersten Quickwin.
Zur Nachbereitung: Setz dir eine zweite Erinnerung in vier Wochen. Fünf Minuten genügen, um zwei Fragen zu beantworten: Was hat sich verändert? Was mache ich weiter? Vergleiche dabei die Antworten deines Teams mit deinen drei Werten. Wo sie übereinstimmen, hast du eine Stärke bestätigt. Wo sie abweichen, weißt du, woran du als Nächstes arbeitest.
Reflexionsfrage zum Abschluss
Woran würde dein Team in einem Jahr erkennen, dass du nach deinen Werten führst, auch ohne dass du sie je ausgesprochen hast?
Formuliere die Antwort als einen einzigen Satz, nicht als Liste. Ein Satz zwingt dich zur Entscheidung. Und genau darum geht es bei Selbstführung: nicht um gute Absichten, sondern um sichtbares Handeln. Schreib den Satz auf das Arbeitsblatt und lies ihn in vier Wochen noch einmal.
Weiter zu Lerneinheit 5: Deep Dive mit Podcast, Buchtipp, Videoimpuls und Hintergründen zur Selbstführung.
Inspiration & Vertiefung
Inspiration & Vertiefung
Einleitung
Wir bieten dir für jede Lernwoche weiterführende Inspirationen und vertiefende Hintergründe an.
EpicWork Podcast 📺🎙️
Die Folge erklärt, warum Selbstführung jeden betrifft, und bündelt sie in sechs alltagstauglichen Tipps, vom Ziele-Setzen bis zum Anpassen des eigenen Handelns.
Buchempfehlung 📖
Stephen R. Covey zeigt, warum wirksames Handeln von innen nach außen entsteht. Sein erster Weg, proaktiv sein, ist Selbstverantwortung in Reinform.
Video Impuls 💡
Die Psychologin Susan David erklärt, warum es nicht hilft, unangenehme Gefühle wegzudrücken, und was emotionale Beweglichkeit stattdessen bedeutet.
Vertiefende Informationen 🧑🎓
Die wissenschaftlichen Hintergründe dieser Woche: woher die drei Säulen stammen, warum Benennen besser wirkt als Unterdrücken, wo Innenschau an Grenzen stößt und wie aus Selbstführung eine Routine wird.
🎙️ EpicWork Podcast
Wir empfehlen an dieser Stelle immer passende Folgen oder Abschnitte aus dem EpicWork Podcast (alle Infos unter www.epicwork.de/podcast/).
Episode 33: „Selbstführung – Warum es uns alle betrifft“
Worum geht's
Sebastian Bluhm spricht mit seiner Co-Moderatorin darüber, warum Selbstführung oft unterschätzt wird. Viele halten sie für selbstverständlich, bis sie genauer hinschauen. Die Folge zeigt, warum das Thema durch Homeoffice, unsichere Rahmenbedingungen und mehr Eigenverantwortung wichtiger geworden ist. Im Zentrum stehen sechs Tipps, die aufeinander aufbauen: Ziele setzen, Verantwortung übernehmen, das eigene Umfeld gestalten, Stress managen, das eigene Verhalten reflektieren und Handlungen anpassen. Zum Schluss geht es darum, wie Organisationen die Selbstführung ihrer Mitarbeitenden stärken können, etwa durch Vertrauen, Feedback und klar geregelte Verantwortlichkeiten.
Warum hören
Weil die Folge Selbstführung dort abholt, wo sie im Alltag stattfindet. Sebastian vergleicht Selbstverantwortung mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug: Erst setzt du sie dir selbst auf, dann hilfst du anderen. Dazu kommen ganz praktische Hinweise, etwa zum Umgang mit Ablenkungen durch das Smartphone oder zu festen Fokuszeiten. Und die Folge räumt mit einem Missverständnis auf: Stress ist zunächst wertneutral, er kann auch antreiben. Auch das Ziele-Setzen kommt nicht zu kurz. Es lässt sich lernen und vom großen Ziel bis auf den einzelnen Tag herunterbrechen.
Kernbotschaft der Folge
Gute Führung setzt Selbstführung voraus. Wer sich nicht selbst führen kann, kann auch andere nicht führen. Und Wissen allein reicht nicht: Erst wenn du dein Verhalten reflektierst und dein Handeln anpasst, beginnt Entwicklung. Reflektieren und Anpassen wechseln sich dabei immer wieder ab.
Perfekt für Lernwoche 1
Die Folge ergänzt die drei Säulen um eine praktische Perspektive. Der Tipp „Verantwortung übernehmen“ entspricht der Säule Selbstverantwortung, der Tipp „Verhalten reflektieren“ dem dritten Quickwin dieser Woche. Der Bonustipp der Folge, James Clears Buch über kleine tägliche Gewohnheiten, zeigt, wie du einen Quickwin dauerhaft verankerst. Höre die Folge am besten, bevor du deinen Quickwin auswählst.
📖 Buchempfehlung
An dieser Stelle präsentieren wir dir immer ein passendes Buch rund um Leadership und Führung.
Buchempfehlung der Lernwoche
Stephen R. Covey: Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg. Aus dem Amerikanischen von Angela Roethe, Nikolas Bertheau und Ingrid Proß-Gill. GABAL, Offenbach, Neuausgabe 2018, 416 Seiten. Englische Originalausgabe: The 7 Habits of Highly Effective People, 1989.
Worum geht's
Covey beschreibt sieben Gewohnheiten wirksamer Menschen. Die ersten drei betreffen dich selbst: proaktiv sein, schon am Anfang das Ende im Sinn haben und das Wichtigste zuerst tun. Die nächsten drei betreffen die Zusammenarbeit mit anderen: Gewinn/Gewinn denken, erst verstehen, dann verstanden werden, und Synergien schaffen. Der siebte Weg, die Säge schärfen, steht für die eigene Erneuerung. Der Grundgedanke ist eine Entwicklung von innen nach außen: Wer mit anderen wirksam sein will, muss zuerst bei sich selbst anfangen. Genau das ist auch die Logik dieser Lernwoche.
Warum lesen
Weil der erste Weg, proaktiv sein, die Säule Selbstverantwortung vertieft. Covey unterscheidet zwischen dem, was dich beschäftigt, und dem, worauf du tatsächlich Einfluss hast. Proaktive Menschen konzentrieren ihre Energie auf ihren Einflussbereich, statt Umstände oder andere für ihre Reaktionen verantwortlich zu machen. Das ist die ausführliche Fassung von „Ich bin wütend geworden und entscheide, was ich damit tue“. So wird aus einer Haltung eine tägliche Übung. Den dritten Weg, das Wichtigste zuerst tun, kannst du vormerken: Er begegnet dir später im Programm wieder, wenn es um Prioritäten und Fokus geht.
Für wen geeignet
Für alle, die Selbstführung grundsätzlich angehen wollen, nicht als Technik, sondern als Haltung. Das Buch ist umfangreich und lässt sich gut in Etappen lesen, etwa ein Weg pro Woche. Wer wenig Zeit hat, beginnt mit dem Kapitel zum ersten Weg und liest den Rest später.

💡 Video Impuls
An dieser Stelle präsentieren wir einen spannenden Video Impuls zum Thema.
Susan David: The gift and power of emotional courage. TEDWomen 2017, November 2017, Laufzeit 16:38 Minuten, Sprache: Englisch.
Worum geht's
Die Psychologin Susan David beginnt mit einer persönlichen Erfahrung von Trauer aus ihrer Jugend in Südafrika. Nach außen wirkte sie damals, als ginge es ihr gut. Erst als sie begann, ehrlich aufzuschreiben, was sie fühlte, fand sie einen Weg durch diese Zeit. Davon ausgehend kritisiert sie den verbreiteten Druck, immer positiv zu sein. Wer unangenehme Gefühle wegschiebt oder sich in ihnen verliert, wird starr. Ihr Gegenbegriff ist emotionale Beweglichkeit, im Englischen „emotional agility“: Gefühle wahrnehmen, genau benennen und sie als Hinweise nutzen, ohne sich von ihnen steuern zu lassen.
Warum ansehen
Weil der Vortrag die Säule Selbstregulation und den zweiten Fehler dieser Woche, „Emotionen haben hier nichts verloren“, aus psychologischer Sicht beleuchtet. David zeigt, dass emotionaler Mut nicht heißt, keine schwierigen Gefühle zu haben, sondern ihnen mit Neugier zu begegnen. Besonders hilfreich für Führungskräfte ist ihr Hinweis, Gefühle möglichst genau zu benennen, statt sie mit einem pauschalen „gestresst“ abzutun. Zwischen Stress und Enttäuschung liegt ein großer Unterschied, und jedes Gefühl verlangt eine andere Antwort. Hilfreich ist auch ihr Vorschlag, sprachlich etwas Abstand zu schaffen: „Ich bemerke, dass ich wütend bin“ statt „Ich bin wütend“.
Was du mitnimmst
Eine neue Frage für schwierige Momente: Was sagt mir dieses Gefühl darüber, was mir wichtig ist? Damit wird aus Ärger oder Enttäuschung ein Hinweis auf deine Werte und eine direkte Brücke zum Werte-Kompass aus Lerneinheit 4. Der Vortrag eignet sich auch gut, um im Team über den Umgang mit Gefühlen ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel in einer ruhigen Teamrunde.
🎓 Vertiefende Informationen
Woher die drei Säulen kommen
Die drei Säulen der Selbstführung sind keine eigene Theorie, sondern eine Verdichtung. Dieter Frey, Janna Hämpke und Julia Weinstabl haben 2026 für die Liz Mohn Stiftung ein Modell mit zehn Säulen der Selbstführung vorgelegt. Dazu gehören unter anderem Selbstreflexion, Selbstkenntnis, Selbstverantwortung und Selbstregulation. Die Selbstregulation verstehen sie dabei als übergreifende Säule, die es erst möglich macht, die anderen umzusetzen. Einen zweiten Bezug liefert Daniel Goleman. Er beschrieb 1998 in der Harvard Business Review Selbstwahrnehmung und Selbstregulation als die ersten beiden Bausteine emotionaler Intelligenz bei Führungskräften. Die drei Säulen dieser Woche greifen diese Begriffe auf und reduzieren sie auf das, was du im Führungsalltag sofort anwenden kannst. Warum drei statt zehn? Für den Einstieg brauchst du ein Gerüst, das du dir merken und unter Druck abrufen kannst. Weitere Aspekte wie Fokus oder den Umgang mit Stress greift die Themenwelt in späteren Wochen auf.
Warum Benennen besser wirkt als Unterdrücken
Der Emotionsforscher James Gross unterscheidet zwei Wege, mit Gefühlen umzugehen. Beim Unterdrücken versuchst du, nichts zu zeigen. Das senkt das innere Erleben kaum, kostet aber Kraft und belastet Beziehungen (Gross 2002; Gross & John 2003). Beim Umdeuten betrachtest du die Situation neu, etwa als lösbares Problem statt als Angriff. Das verändert das Gefühl selbst. Einen weiteren Hebel zeigt die Forschung von Matthew Lieberman und Kollegen (2007): Schon das Benennen eines Gefühls in Worten kann die emotionale Reaktion dämpfen. Deshalb wirkt der Quickwin „Emotion benennen, bevor du handelst“ doppelt. Du gewinnst Abstand, und dein Gegenüber versteht, was in dir vorgeht. Auch das ruhige Atmen der STOP-Methode passt dazu. Langsames Atmen mit langer Ausatmung kann die körperliche Erregung dämpfen (Zaccaro et al. 2018). Es wirkt nicht auf Knopfdruck, verschafft dir aber den Moment, in dem du benennen und umdeuten kannst.
Wo Innenschau an Grenzen stößt
Mehr Nachdenken über sich selbst führt nicht automatisch zu besserer Selbstwahrnehmung. Tasha Eurich (2018) beobachtete, dass Menschen, die viel über das „Warum“ ihres Verhaltens grübeln, sich nicht unbedingt besser kennen. Sie empfiehlt, öfter „Was“ zu fragen: Was ist passiert? Was kann ich anders machen? Genau so sind die drei Fragen am Tagesende gebaut. Und manches kannst du allein gar nicht sehen. Das Johari-Fenster aus Lerneinheit 1 macht es deutlich: Den blinden Fleck verkleinern nur die Rückmeldungen anderer. Eine zweite Grenze liegt außerhalb von dir. Selbstführung ersetzt keine guten Rahmenbedingungen. Auch der Podcast betont, dass Organisationen Selbstführung fördern müssen, vor allem durch Vertrauen und Zutrauen. Selbstführung heißt, deinen Spielraum zu nutzen, nicht, alles allein zu tragen. Wenn du merkst, dass dich dauerhaft die Umstände überfordern, ist das ein Thema für ein Gespräch mit deiner eigenen Führungskraft und kein Beweis mangelnder Selbstführung.
Von der Einsicht zur Routine
Selbstführung entsteht nicht durch eine gute Woche, sondern durch Wiederholung. Ein Feldexperiment von Giada Di Stefano, Francesca Gino, Gary Pisano und Bradley Staats (2014) zeigt, wie viel eine kurze Routine bewirken kann: Beschäftigte, die am Ende des Tages eine Viertelstunde lang über das Gelernte schrieben, schnitten in einem späteren Test besser ab als Kolleginnen und Kollegen ohne diese Reflexion. Für den Alltag heißt das: Verknüpfe deinen Quickwin mit einem festen Moment, etwa dem Weg nach Hause. So musst du nicht jeden Tag neu daran denken. Die Themenwelt Selbstführung baut darauf auf. Selbstregulation vertiefst du in Lernwoche 11, emotionale Intelligenz in Lernwoche 21, Fokus in Lernwoche 31 und Stresskompetenz in Lernwoche 41. In Lernwoche 43 führst du alle Bausteine zu deinem persönlichen Selbstführungsmodell zusammen. Was du jetzt übst, wirkt dabei über dich hinaus: Dein Team erlebt jeden Tag, wie du dich selbst führst.
✅ Fazit und Ausblick
Führungskräfte ohne bewusste Selbstführung reagieren unter Druck automatisch, halten ihr Selbstbild für die Wirklichkeit, schlucken Gefühle herunter und merken nicht, wenn gesagte und gelebte Werte auseinanderfallen.
Führungskräfte mit bewusster Selbstführung nehmen ihre Gefühle wahr und handeln trotzdem überlegt, holen sich regelmäßig ehrliches Feedback und übernehmen Verantwortung für ihre Reaktionen, statt sie anderen zuzuschreiben. Ihr Team erlebt sie dadurch als berechenbar, auch in schwierigen Momenten.
Der wissenschaftliche Kern dieser Woche lässt sich in einem Satz bündeln: Unser Bild von uns selbst ist oft ungenauer, als wir denken, und Gefühle verschwinden nicht durch Unterdrücken, weshalb ehrliches Feedback, das Benennen von Emotionen und kurze tägliche Reflexion gut belegte und alltagstaugliche Einstiege in Selbstführung sind.
Nächste Woche: Kommunikationswirkung verstehen – du lernst mit dem 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun, warum eine Botschaft beim Gegenüber oft anders ankommt, als du sie gemeint hast.
Leseprobe aus der Kursvorschau. Fortschritt und Quiz gibt es mit deinem Zugang.
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